Staatlich geprüfte/r Elektrotechniker/-inSchwerpunkt: Automatisierungs- und Prozessleittechnik

an der Fachschule für Elektrotechnik

Steckbrief

Die wirtschaftliche Entwicklung stellt in allen Bereichen der Unternehmungen immer höhere Anforderungen. Der Bedarf an qualifizierten Führungskräften des "Middle Management" wächst ständig.Die Wirtschaft braucht bei ihrer raschen Entwicklung gut ausgebildete Fachkräfte. 
Ziel der Ausbildung in der Fachschule ist es, aufbauend auf einer technischen Berufsausbildung und praktischer Berufserfahrung, die Fach- und Prozesskompetenz zu vertiefen und zu erweitern. Die Absolventinnen und Absolventen sollen die Befähigung erlangen, auf einer mittleren Ebene in industriellen Unternehmen funktionsbezogene und leitende Tätigkeiten selbstständig und verantwortlich wahrzunehmen.


Die Hans-Viessmann-Schule bietet die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Elektrotechniker/-in in einer 4-jährigen Teilzeitform an.

 

Eingangsvoraussetzungen

Abschluss der Berufsschule, abgeschlossene Berufsausbildung und ein Jahr Berufspraxis (Die berufliche Tätigkeit kann während der Fachschulausbildung abgeleistet werden.)

Ausbildungsziel: Staatlich geprüfte/r Elektrotechniker/-in

Angehende Elektro-Techniker der Hans-Viessmann-Schule bekommen
Eindruck von der Automatisierung bei B. Braun in Melsungen

Die Produktion des weltweit tätigen Unternehmens B. Braun stand bei den Studierenden der Fachschule Elektrotechnik der Hans-Viessmann-Schule mit dem Schwerpunkt Automatisierungs- und Prozessleittechnik auf dem Programm. Mit einer der modernsten Produktionsstätten Europas in Melsungen ist das Unternehmen B. Braun führend bei der Herstellung von Infusionslösungen.

Zwei Werkführerinnen zeigten den Studierenden die Produkte des Unternehmens und beantworteten alle aufkommenden Fragen. Bei der Werkführung erläuterten sie ausführlich die Abläufe bei der hochautomatisierten Produktion im Bereich „LIFE Nutrition“ und „LIFE“. Im Werk „LIFE“, der Leading Infusion Factory Europe, werden vollautomatisch mehrere Millionen Infusionsbehälter pro Woche produziert.

Beeindruckt waren die Techniker von dem hohen Niveau der Qualitätsprüfung in der Fertigung der Produkte. Jede Charge wird im Zentrallabor untersucht, bevor sie für die Produktion freigegeben wird. Im weiteren Verlauf der Fertigung sind viele qualitätssichernde Arbeitsplätze vorhanden und die Sterilisation  des Produktes stellt einen aufwändigen Teilprozessschritt dar. Dabei setzen spezialisierte Mitarbeiter engmaschige Kontrollen der Produktqualität und maßgeschneiderte Technologien ein. Am Anfang des Prozesses steht die Bottelpack-Maschine, in der die Infusionsbehälter in einem Arbeitsgang aufgeblasen, befüllt und verschlossen werden.

Außergewöhnlich für einen hochmodernen Produktionsbetrieb schien den Besuchern die Verbindung von baulicher Architektur mit Plätzen von Kunstsammlungen, die ein kulturelles Element in dem neutralen Technikgebäude darstellen und internationale Künstler unterstützen.

Das Hauptaugenmerk der angehenden Elektro-Techniker lag auf den eingesetzten Robotern und den selbstfahrenden Transporteinheiten, wodurch sowohl das Fertigprodukt von den jeweiligen Linien zum Lager als auch alle Hilfs- und Betriebsstoffe vom Lager zu den einzelnen vollautomatisierten Fertigungsstraßen gebracht werden.

Nach der Mittagspause erläuterten der Leiter des technischen Service sowie seine Mitarbeiter den Studierenden die Überwachung der Fertigungsstraßen und Reinräume mithilfe der Prozessleittechnik an realen Systemen. Hier wurden Themen wie Störungsmeldung und Störungsbeseitigung diskutiert und der mit Produktionsstillstand verbundene wirtschaftliche Schaden. Den angehenden Technikern wurde deutlich, dass sich durch ständig neue Technologien, die die Präzision, Qualität und Überwachung der Produktion steigern, auch neue Anpassungsprobleme in Hardware und Software auf den unterschiedlichen Prozessleitebenen ergeben. Diese Herausforderung spornt die Studierenden an, sich das Wissen für den Zugang mit diesen neuen Technologien anzueignen. Die Abteilungsleiterin der Hans-Viessmann-Schule Beate Clement-Klütsch bedankte sich stellvertretend für die Lehrkräfte und Studierenden und stellte heraus, dass alle Besucher von dem hohen Grad der Automatisierung und der Komplexität der Systeme überwältigt sind. Bereichert durch viele neue Informationen und Eindrücke verließen die Studierenden das Werkgelände.

Bitte melden Sie sich jetzt für neuen Studiengang der Fachschule Elektrotechnik ab August 2016 an.

Wer an dem nächsten Studiengang der Elektrotechnik-Fachschule interessiert ist und sich informieren oder anmelden will, kann sich bereits jetzt an das Sekretariat der Hans-Viessmannn-Schule wenden: Tel. 06451 230 220. (Start dieser Weiterbildung: im August 2016)

Siemens informiert  Elektrotechniker an der Hans-Viessmann-Schule

Die angehenden Elektrotechniker kommen den Anforderungen der Industrie 4.0 näher.

In einer Informationsveranstaltung zu den neuen Funktionen der aktuellen automatischen Steuerung der Firma  Siemens kamen die Fachreferenten und Studierenden der Fachrichtung Automatisierungs- und Prozessleittechnik sehr schnell in ein intensives Fachgespräch.

Der Referent Hr. Heisig schilderte den Fall: "Häufig muss in der Industrie die Steuerung einer Maschine, die in Deutschland produziert wurde und ins weit entfernte Ausland geliefert wurde, durch Fernzugriff über das Internet gewartet werden oder eine Fehlerbehebung von Deutschland aus erfolgen. Um dabei vor unberechtigten Zugriffen geschützt zu sein muss die Steuerung über entsprechende Sicherheitsfunktionen verfügen"

Sehr anschaulich erläuterte der Fachreferent Hr. Schulze die Risiken und Bedrohungen, die bei vernetzten Industrieanlagen bestehen. "In einfach zugänglichen Suchmaschinen sind Listen von bestehenden Automatisierungsanlagen zu finden, zu denen sich dann Hacker unberechtigten Zugang verschaffen können."

Den angehenden Elektrotechniker Pascal Rudolf von der Fa. Ante-Holtz, der neben der Weiterbildung noch Vollzeit berufstätig ist, interessierte darüber hinaus:  "Wenn wir in den Betrieben auf das neue System umsteigen, wie können wir die bestehenden Programme in das neue Programmiersystem übernehmen?"

Auch die Antwort auf diese Frage wurde ausführlich von den Fachreferenten beantwortet.

Der Ausbilder der Firma E.ON Kraftwerke, Kraftwerksgruppe Mitte /Edersee Alexander Hutse zog aus der Veranstaltung für sich das Resümee: "Dieses Thema ist für uns in der Energiewirtschaft so wichtig, dass ich eine vergleichbare Fortbildung der Siemens AG bei uns im Hause und für alle unsere Auszubildenden planen werde."

http://viessmann.npdev.de/Der Fachlehrer Hr. Hennemann sicherte den Studierenden in der Fachschule Elektrotechnik zu, dass er im Unterricht der Automatisierungstechnik den Umgang mit diesen neuen, an der Schule vorhandenen Systemen in anwendungsbezogenen Lernsituationen weiter trainieren wird.

Hinweis: Wer sich für die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik Schwerpunkt Automatisierungs- und Prozessleittechnik mit Ausbildungsbeginn am 1. August 2016 interessiert, der kann sich schon jetzt informieren und bewerben.

Abschlüsse:

Die Weiterbildung an der Fachschule für Elektrotechnik endet mit einer Abschlussprüfung (schriftlich und mündlich) sowie der Erstellung und einer Projektarbeit und einer Präsentation.

Der erfolgreiche Abschluss berechtigt zur Führung des Titels

 

Staatlich geprüfte Elektrotechnikerin

oder

Staatlich geprüfter Elektrotechniker

 

Zusatzzertifikate und Zusatzangebote:

Studierende mit Hauptschulabschluss erhalten mit der Zulassung zum zweiten Ausbildungsabschnitt den mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) zuerkannt.
Studierenden, die bei Zulassung zum zweiten Ausbildungsabschnitt den mittleren Abschluss nachweisen, wird mit Bestehen der Abschlussprüfung die Fachhochschulreife zuerkannt, wenn sie in dem Fach Mathematik eine zusätzliche Prüfung ablegen und in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens ausreichende Leistungen erzielen.
Die Erlangung der Fachhochschulreife berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule.
Durch die Teilnahme an einem Zusatzunterricht und einer Zusatzprüfung kann die Ausbildereignung erlangt werden (gemäß der Ausbildereignungsverordnung für die gewerbliche Wirtschaft).
Es werden regelmäßig Exkursionen und Fachvorträge organisiert, um den Praxisbezug zu vertiefen.

Die Aufnahme ist bis spätestens drei Monate vor Beginn der Ausbildung zu beantragen. Diese Ausbildung beginnt in der Regel zum 2. Schulhalbjahr (Februar). Bei freien Plätzen können auch noch Bewerbungen bis zum Tag des Unterrichtsbeginns berücksichtigt werden.
Aufnahmebedingungen für die Fachschule für Elektrotechnik:

  1. die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem elektrotechnischen oder metalltechnischen Ausbildungsberuf
  2. das Abschlusszeugnis der Berufsschule oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  3. eine einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einem Jahr. Die Aufnahme in die von der HVS angebotene Teilzeitform ist jedoch auch unmittelbar nach Abschluss der Berufsausbildung möglich; die erforderliche einschlägige Tätigkeit kann während der Fachschulausbildung verrichtet werden.
  4. eine mindestens siebenjährige, einschlägige berufliche Tätigkeit, sofern die Aufnahmevoraussetzungen gem. 1 bis 3 nicht erfüllt sind. Bewerber müssen dann ihre fachliche Qualifikation in einer Feststellungsprüfung nachweisen.

Die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Elektrotechniker/-in führen wir am Standort Frankenberg.

Der Lehrgang setzt Vorkenntnisse voraus.

Als Zulassungsvoraussetzung zu diesem Kurs benötigen Sie

  1. einen Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf,
  2. eine mindestens einjährige Berufspraxis, die auch während des Fernlehrgangs erworben werden kann,
  3. einen Abschluss der Berufsschule oder
  4. mindestens fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung und eine Feststellungsprüfung an der Hans-Viessmann-Schule.

Interessenten mit anderen Vorkenntnissen können nach Überprüfung und Zustimmung durch die Hans-Viessmann-Schule in den Fernlehrgang aufgenommen werden.

Sie benötigen einen Standard-Multimedia-PC, einen Internetanschluss und durchschnittliche PC-Anwenderkenntnisse, um den Online-Campus waveLearn zu nutzen.

Rahmenstundentafel

Allgemeiner Bereich

  Unterrichtsstunden  
  1. Ausbildungsabschnitt 2. Ausbildungsabschnitt
Aufgabengebiet Sprache und Kommunikation    
Deutsch 80 80
Englisch 120 80
Aufgabengebiet Gesellschaft und Umwelt    
Politik, Wirtschaft, Recht und Umwelt 80 80
Berufs- und Arbeitspädagogik I 40  
Fachrichtungsbezogener Bereich    
Mathematik 200  

Fachbezogener Bereich

Lernfelder   UStd.
1. Aufträge mit Methoden des Projektmanagements bearbeiten 120
2. Informationstechnische Systeme einrichten, anpassen und nutzen 160
3. Elektrische, elektromechanische und elektronische Baugruppen und Geräte prozessbezogen analysieren, auswählen und entwickeln 160
4. Physikalische und chemische Prozesse analysieren und deren Gesetze bei der Automatisierung berücksichtigen 200
5. Steuerungen für Maschinen und Anlagen entwickeln, bereitstellen, in Betrieb nehmen und optimieren 240
6. Regelkreise für die Prozesstechnik planen, konfigurieren, in Betriebnehmen und optimieren 240
7. Sensoren und Aktoren in die Leitebene integrieren sowie Prozessdatenbereitstellen und auswerten 160
8. Sensoren und Aktoren in den Prozess integrieren, in Betrieb nehmen und warten 160
9. Leitsysteme für verfahrens- und fertigungstechnische Prozesse projektieren, errichten, sicher betreiben und administrieren 160
Projektarbeit   200

   

Wahlpflichtbereich

  1. Ausbildungs-abschnitt 2. Ausbildungs-abschnitt
Mathematik*   80
Unternehmensführung und Existenzgründung   80
Wahlbereich    
Berufs- und Arbeitspädagogik II 40 40
Ergänzungen und Vertiefung des Pflichtbereiches bis zu 40 40

   

*) Schriftliches Prüfungsfach für den Erwerb der Fachhochschulreife. "Kompetenzen" und "Beispielhafte Inhalte" orientieren sich an den hessischen Lehrplänen für die Fachoberschule der entsprechenden Fachrichtung bzw. des entsprechenden Schwerpunktes.

Kontakt

Standort Frankenberg
Marburger Str. 23
35066 Frankenberg

Tel. (0 64 51) 230 220
Fax (0 64 51) 230 2222
Mail: frankenberg@viessmann-schule.de 

Standort Bad Wildungen
Stresemannstr. 12
34537 Bad Wildungen

Tel. (0 56 21) 26 39
Fax (0 56 21) 7 42 93
Mail: bad-wildungen@viessmann-schule.de