Tatjana Anjelski verabschiedet sich nach fast 30 Jahren Dienst an der Hans-Viessmann-Schule

Am 1. August 2025 tritt Tatjana Anjelski (Mitte, vorne) in den wohlverdienten Ruhestand. Die gesamte Schulleitung der HVS-Schule von links (hinten): Abteilungsleiterin Daniela Bräutigam, Abteilungsleiter Henning Schwarz, Abteilungsleiter Kai Landgrebe, Abteilungsleiterin Beate Clement-Klütsch, stellvertretende Schulleiterin Ulla Zurwehme und vorne auf der Bank von links Schulleiter Klaus Lötzerich, die scheidende Abteilungsleiterin Tatjana Anjelski und Fachpraxiskoordinator Frank Pfetzing

Frankenberg. Nach einem beeindruckenden Berufsweg von über 33 Jahren im Schuldienst verabschiedet sich Tatjana Anjelski, die langjährige Studiendirektorin der Hans-Viessmann-Schule, in den Ruhestand. „Mit ihrer engagierten Arbeit hat sie die Schule fast 30 Jahre maßgeblich geprägt und zahlreiche Generationen von Schülerinnen und Schülern begleitet. Wir werden ihre offene Art, ihr Engagement und ihre positive Energie sehr vermissen“, lobte Schulleiter Klaus Lötzerich.

Tatjana Anjelski wurde am 6. September 1962 geboren und absolvierte ihr Abitur 1982 an der Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg. Anschließend studierte sie Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Biologie und Englisch an der Philipps-Universität Marburg, wo sie auch ihr Diplom in Biologie erwarb. Nach einem Auslandsjahr in den USA in den Jahren 1986/87 und ihrem ersten Staatsexamen folgte der Vorbereitungsdienst an der Lahntalschule Biedenkopf und dem Studienseminar Marburg, den sie 1994 erfolgreich mit dem Zweiten Staatsexamen abschloss.

Ihre berufliche Laufbahn begann Tatjana Anjelski bereits im selben Jahr als Lehrkraft für Englisch am Lernzentrum Marburg und als Dozentin an der Deutschen Angestellten Akademie. Nach einem Lehrauftrag an den Beruflichen Schulen Bad Wildungen wurde sie bereits ein Jahr später zur Studienrätin ernannt.

Eigentlich hatte sie als junge Lehrerin eine Festanstellung annehmen wollen, die eine Fahrtzeit von maximal einer Stunde erfordert. Doch trotz der zeitlichen Überschreitung habe sie sich schnell sehr wohl an der Schule gefühlt und die Fahrtzeit gerne in Kauf genommen, erklärte Anjelski. Ein besonderes Anliegen war ihr stets das Berufsfeld Gesundheit sowie die Koordination der allgemeinbildenden Fächer für die gesamte Hans-Viessmann-Schule, mit deren Aufgabe sie im Jahr 2010 als Oberstudienrätin betraut wurde.

Im April 2019 übernahm Tatjana Anjelski als Studiendirektorin die Leitung der Abteilung 6 „Gesundheit“. Somit war sie für den Teilzeitbereich für den Beruf der medizinischen Fachangestellten und im Vollzeitbereich für die Schulformen Fachoberschule Gesundheit, zweijährige Berufsschule Medizintechnik und Krankenpflege, die zweijährige Berufsfachschule PLUS sowie das Projekt „Pflege integriert“ zuständig.

Eine Herkulesaufgabe, der sie sich mit großem Engagement widmete, war die Einführung des Schulversuchs BÜA im Jahr 2022. „Vielen Menschen, die diese Schulform durchlaufen, wird eine Lebenschance gegeben, die in ihrer Qualität maßgeblich durch Tatjanas Organisation und Empathie ermöglicht worden ist“, resümierte Klaus Lötzerich.

Die scheidende Abteilungsleiterin bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen, aber auch die Unterstützung seitens der Schulleitung und der Kolleginnen und Kollegen, die sie im Jahr 2008 nach einer schweren Erkrankung erhielt. Ihr Motto „Das Leben ist ein Geben und Nehmen“ habe ihre Einstellung zur Arbeit geprägt und ihren Willen gefestigt, an dieser Schule zu bleiben und sich einbringen zu wollen. Neben der Stärkung des Standortes Bad Wildungen sei ihr besonders die standortübergreifende Zusammenarbeit der BÜA-Kolleginnen und Kollegen wichtig gewesen. Doch nun sei es Zeit Abschied zu nehmen. Denn das Loslassen der Vergangenheit sei manchmal die einzige Möglichkeit, den ersten Schritt in eine neue Zukunft machen zu können, sagte Anjelski am Ende ihrer feierlichen Verabschiedung.

 

01.07.2025

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