Berufsschule Holztechnik

Hämmern, Tackern und viele Informationen bei der Fachtagung „Natürlich Dämmen“

Die Hans-Viessmann-Schule (HVS) veranstaltete einen – bundesweit einzigartigen – Fachtag mit dem Schwerpunktthema „Natürlich Dämmen“, und zwar in Kooperation mit dem Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft, mit dem Kompetenzzentrum Hessen Rohstoffe e.V. (HERO), der Firma Homatherm sowie der Firma Balzer. Die Teilnehmer waren schulformübergreifend Schüler und Studierende der Fachrichtungen Holz-, Bau-, Umweltschutztechnik und Fachoberschule-Technik.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum HessenRohstoffe e.V. aus Witzenhausen und der Firma Homatherm wurden an diesem Tag Vorträge über natürliche Gebäudedämmung angeboten. Informiert wurde über Schalldämmung, sommerlichen Hitzeschutz, Luftdurchlässigkeit, Wärmespeicherfähigkeit und Brandverhalten. Die Referenten informierten kompetent und kurzweilig über die jeweiligen Verfahren, konnten auch auf spezielle Nachfragen ganz individuell eingehen.

In den Räumen des Lehrbauhofs der Kreishandwerkerschaft hatten Auszubildende unter Anleitung ihres Ausbilders Peter Wilhelm zwei Dachmodelle im Maßstab 1:1 aufgebaut. Nun wurden praktische Anwendungsbeispiele verschiedener Dachdämmungen demonstriert.

Viele Aktionen im Lehrbauhof

Die beiden Dozenten Michael Müller (Firma Homatherm) und Jens Vogel (Firma Balzer) konnten den Tagungsteilnehmern sehr kompetent und anschaulich zwei grundsätzlich verschiedene Dämmvarianten vermitteln: Zum einen wurde das Dämmen mit Mineralwolle, zum anderen die Dämmung mit Holzfaserplatten präsentiert.

Einladungen zu diversen Mitmachaktionen, z.B. zum Einüben der Techniken, nahmen die Schüler und Studierenden gerne an. Physikalische Eigenschaften – z.B. das Feuchteverhalten – von Dämmstoffen wurden untersucht. Eine kleine Fachmesse mit Meinungsaustausch rundete das Angebot ab.

Die Schüler und Studierenden durchliefen das Angebot in Gruppen und konnten durch begleitende Aufgaben die fhttp://www.viessmann-schule.de/achlichen Informationen vertiefen.

Stefan Kiessling, HVS-Koordinator des Fachtages, bedankte sich im Namen der Schule bei den beiden beteiligten Firmen für ihr Engagement, auch speziell dafür, dass sie am Fachtag Dämmmaterial für die Demonstration einer Dämmung zur Verfügung stellten.

So stellte Stefan Kiessling heraus: „Nachhaltigkeit als Unterrichtsinhalt wird an der Hans-Viessmann-Schule großgeschrieben. Klimaschutz gehört zu den erklärten Zielen unseres Unterrichts. Von daher lag es nahe, diese Veranstaltung für alle Schüler der entsprechenden Berufsfelder anzubieten. Wir freuen uns sehr, dass wir in dem Institut Hero, der Firma Homatherm, der Firma Balzer sowie der Kreishandwerkerschaft kompetente Partner gewinnen konnten.“

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Sie findet bereits das vierte Mal an der HVS statt und ist in ihrer Konzeption bundesweit einzigartig. Es wurde bereits über die Weiterführung der Zusammenarbeit gesprochen.

Wer sich über das Themen informieren will, kann sich an die Hans-Viessmann-Schule wenden – über das Sekretariat (Tel. 06451-230220), www.viessmann-schule.de oder frankenberg@viessmann-schule.de. Erwünschte Kontakte werden gerne hergestellt.

INFOBOX

HeRo Kompetenzzentrum HessenRohstoffe e.V.

Die Hessische Landesregierung fördert den verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe für eine sichere und klimaschützende Energieversorgung sowie eine nachhaltige stoffliche Nutzung.

 

Gründe hierfür sind:

  1. aktiver Klima- und Ressourcenschutz

  2. Sicherung nachhaltiger Rohstoffquellen

  3. Stärkung des ländlichen Raums

  4. Impulsgebung für zukunftsweisende ökonomische, ökologische und soziale Konzepte

    Hessen bietet aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten ein ausbaufähiges Potenzial zur Nutzung von Biomasse. Um den Anteil nachwachsender Rohstoffe in Produktion und Nutzung zu erhöhen, wurde das Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V. gegründet.



    HeRo bündelt u.a. folgende Aufgabenfelder:

  1. Vernetzung der hessischen Akteure

  2. Impulse zwischen Wissenschaft/Forschung und Anwendung

  3. Produktion, Verarbeitung und Vermarktung nachwachsender Rohstoffe

  4. Technologietransfer

  5. Kampagnen/Projektmanagement

  6. Öffentlichkeitsarbeit

  7. Berufliche Qualifizierung

  8. Bildung

    HeRo ist dabei gleichermaßen Plattform, Initiator und Ansprechpartner für den Anbau und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen in produzierenden und
    forschenden Unternehmen, in Institutionen aus allen Wirtschaftssektoren und in Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Bildung

Tischlerausbildung der HVS unterstützt Kitas und das Projekt „Familienstadt Frankenberg“ mit selbstgefertigten Kinderküchen

BGJ-Holztechnik übergibt 3 Kinderküchen an örtliche Kindergärten und die Einkaufskinderbetreuung Frankenberg


„Sich für ein soziales Projekt zu engagieren, hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben uns besondere Mühe gegeben, damit die Kinderküchen den Kindern auch gut gefallen!“ – Mit diesen Worten übergaben die Tischlerauszubildenden der Hans-Viessmann-Schule stolz drei von ihnen gefertigte Kinderküchen an die Einkaufskinderbetreuung in Frankenberg sowie die Kindertagesstätten Schreufa und Wiegand-Gerstenberg. Als Vertreterin der Stadt Frankenberg dankte Evelin Jacobs, Leiterin vom Familienbüro, herzlich für die Spende. Sie freute sich mit dem Schulleiter Carsten Placht über das soziale Engagement der Schüler, die – auch über das geforderte schulische Engagement hinaus – mit viel Freude an den Kinderküchen gearbeitet haben.
„Gemeinsam kann man viel bewegen!“, stellte HVS-Fachtheorielehrer Jens Boeck heraus. Er lobte die effektive Zusammenarbeit mit der Hettich Unternehmensgruppe. Das Familienunternehmen hatte für das Projekt hochwertige Beschläge gespendet, welche auch in exklusiven Wohnküchen eingesetzt werden. Teilkomponenten der eingesetzten Möbelbeschläge werden im Frankenberger Hettich Druck- und Spritzgußwerk gefertigt.
Zur Vorbereitung auf dieses Projekt haben die Schüler, um mit den Plattenwerkstoffen vertraut zu werden, ein Kleinschränkchen für den Eigenbedarf in der Holzwerkstatt gefertigt. So wurden spezielle Verarbeitungs- und Verbindungstechniken eingeübt.
In Zusammenarbeit mit der Firma Hettich planten die Tischlerauszubildenden mit ihrem Theorielehrer Jens Boeck die Küchen im CAD-Unterricht. Mit dem CAD-Programm ließ sich auch die farbliche Gestaltung der Küchen planen. Die Auszubildenden planten sorgfältig mit Hinblick auf den Verwendungszweck: „Wir haben uns für bunte Farben entschieden, die den Kindern bestimmt gut gefallen!“ So wählten sie kindgerechte Farbtöne und -kombinationen wie Rot, Gelb und Türkis. Auch Materiallisten und Beschlaglisten wurden erstellt.
In der Holztechnik-Werkstatt wurden mit den Praxislehrern Erhard Pauly und Stefan Kiessling zunächst ein Prototyp gefertigt, um sich mit Abmessungen oder beispielsweise mit der Konstruktion des Schubkastens vertraut zumachen. Dann konnten die drei Kinderküchen mit hoher Präzision gefertigt werden.