Fachoberschule Fachrichtung Gesundheit

Das fahrende Klassenzimmer

Hans-Viessmann-Schule besucht das Filmset der Fernsehserie „In aller Freundschaft – Die jungen Krankenschwestern“ und das Dorothea Erxleben Zentrum der Lehrklinik am Fachbereich Medizin der Martin-Luther-Universität Halle/Saale

 

Die Hans-Viessmann-Schule nahm mit acht Schülerinnen und einem Schüler des Gesundheitsbereiches Bad Wildungen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Tatjana Anjelski an dem von der Agentur für Arbeit und dem Bildungszentrum Asklepios organisierten Angebot „Das fahrende Klassenzimmer“ teil. Sie fuhren zusammen mit anderen Schülern aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis mit einem Doppeldecker-Bus an die Uni-Klinik in Halle/Saale, wo sie zum einen die Skills Labs der Lehrklinik und zum anderen das Filmset der Serie „In aller Freundschaft - Die jungen Krankenschwestern“ besuchten.

 

Während der Busfahrt hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich bei Frau Grebe und Frau Pfeiffer vom Bildungszentrum Asklepios, bei Frau Marcattili vom Bildungszentrum der Werner-Wicker-Klinik und bei Herrn Schmidt vom Schulzentrum für Pflegeberufe in Frankenberg über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege zu informieren und entsprechendes Informationsmaterial mitzunehmen. Zur Einstimmung auf den Besuch in Halle/Saale wurde während der Busfahrt auch eine Folge der Fernsehserie gezeigt.

 

Am Filmset der Fernsehserie „In aller Freundschaft“ hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, die Filmkulissen zu der aktuell gedrehten Staffel von „Die jungen Krankenschwestern“ zu besichtigen. Der Produktionsleiter Christian Scheerer und die Producerin Josepha Herbst informierten bei einem Rundgang über das Gelände anschaulich und ausführlich über Arbeitsweisen, Arbeitszeiten, Aufgabenbereiche und Berufe am Filmset. Die Medizinische Beraterin Sarah Zeising, die selbst gelernte Krankenschwester ist, und zwei Damen aus der Kostümabteilung berichteten von ihrer Arbeit und standen für Fragen zur Verfügung. Außerdem begleiteten drei Schauspielerinnen der TV-Serie die Gruppe und standen für Fotos zur Verfügung.

 

In der Lehrklinik der Uni-Klinik Halle wurde den Schülerinnen und Schülern die Zukunft der Pflege veranschaulicht. In der Robotik – einem Forschungsprojekt der Martin-Luther-Universität Halle/Saale - lernten die Schülerinnen und Schüler zwei Roboter kennen. Der kleinere der beiden ist sehr beweglich und soll Menschen dazu animieren, sich zu bewegen. So könnte er z.B. in einem Seniorenheim bei einem Bewegungsangebot für die älteren Menschen eingesetzt werden. Der zweite Roboter reagiert auf Sprache und ist darauf programmiert, das Aufklärungsgespräch vor einer Gehirn-Operation - mit Präsentation der vorher erstellten CT-Bilder - zu führen. Des Weiteren durften die Schülerinnen und Schüler sogenannte Telepräsenz-Geräte, das sind quasi Laptops auf einer beweglichen Rolle, selber mithilfe des Computers über den Flur steuern. Über den Bildschirm und ein Mikrophon kann Kontakt mit der Umgebung aufgenommen werden. Solche Geräte sind denkbar für eine „Fern-Visite“ am Krankenbett oder als Kontakt zwischen alleine lebenden alten Menschen und Familienangehörigen.

Die Skills-Labs zur Patientenbetreuung am Bett und zur Reanimation sowie ein Simulations-Operationssaal vermittelten den Schülerinnen und Schülern einen Eindruck, wie die Medizinstudenten heutzutage mithilfe digitaler Medien an Puppen lernen und auf die Realität vorbereitet werden. Die Studenten werden bei ihren Tätigkeiten – sei es nun bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung an der Reanimationspuppe, bei der Arbeit am Krankenpflegebett oder bei z. B. einer Bronchoskopie an der Puppe im Simulations-OP – gefilmt. Die Ausbilder besprechen die Filmsequenzen mit den Studierenden im Hinblick auf die richtigen Abläufe, mögliche Fehlerquellen und Verbesserungsmöglichkeiten. Auf diese Weise lernen die Medizinstudenten praktisches Arbeiten, ohne dass jemand zu Schaden kommt.

 

Die Zeit vor Ort in Halle/Saale war viel zu schnell vorbei. Trotzdem waren sich alle einig, dass sich die lange Fahrt gelohnt hat und sowohl der Besuch am Filmset als auch der in der Lehrklinik der Martin-Luther-Universität viele interessante und beeindruckende Einblicke geboten hat. Dabei kristallisierte sich sogar heraus, dass die Schülerinnen und Schüler der Hans-Viessmann-Schule gerne noch mehr Zeit in den Skills-Labs der Universität als am Filmset verbracht hätten.

Besuch der Hochschule Fulda am 22.03.2018Fachoberschulklassen 11 und 12-B-Form der Hans-Viessmann-Schule erkunden im Rahmen der MINT-Tage den Fachbereich Pflege und Gesundheit

Bereits zum dritten Mal besuchen Fachoberschüler der Hans-Viessmann-Schule aus dem Bereich Gesundheit mit ihren drei Lehrerinnen die Hochschule Fulda, um sich darüber zu informieren, welche weiteren akademischen Optionen es für sie am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda gibt. Hierzu konnten sich die Schüler*innen im Vorfeld in zwei von vier angebotenen Themenschwerpunkten einwählen und diese am Tag des Besuches an der Hochschule praktisch erkunden.

Schnuppertag Bad Wildungen, 27.02.2018

Am 27.02.2018 fand wieder der Schnuppertag für die abgebenden Schulen in und um Bad Wildungen statt. Ca. 160 Schüler*innen der 9. und 10. Klassen der Ense-Schule, der Integrierten Gesamtschule Edertal, der Mittelpunktschule Sachsenhausen und der Matthias-Bauer-Schule hatten Gelegenheit, Eindrücke aus dem Unterricht der Berufsfachschule Gesundheit und der Fachoberschule zu sammeln. Die Fachoberschüler präsentierten drei verschiedene Schwerpunktbereiche: Wirtschaft & Verwaltung, Wirtschaftsinformatik und Gesundheit.

Bilder vom Schnuppertag

DKMS Typisierung

Die Hans-Viessmann-Schule organisierte in Bad Wildungen einen Tag der offenen Tür. Zu der gut besuchten Veranstaltung kamen viele Gäste aus Bad Wildungen und Umgebung. Aber auch Klassen von anderen Schulen besuchten die Veranstaltung.
Eine besondere Aktion zeigte die Klasse 11V8FA der Fachoberschule Fachrichtung Gesundheit. Hier wurde mit Hilfe der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) eine sogenannte Typisierungsaktion durchgeführt. Dafür wurden potentielle Stammzellenspender für leukämiekranke Menschen gesucht, die bereit waren sich registrieren zu lassen. Die Typisierung lief in mehreren Schritten ab. Als erstes wurden die Interessierten über die DKMS informiert. Danach wurden ihre Personalien dokumentiert und ein Speichelabstrich aus dem Rachenraum genommen. Die Speichelprobe wurde anschließend in ein Labor geschickt, in dem die Gewebemerkmale bestimmt wurden. Sollte es Übereinstimmungen zwischen einem potentiellem Spender und einer erkrankten Person geben, wird durch eine weitere, genauere Blutuntersuchung bestimmt, ob es zu einer Stammzellenspende kommen kann. Die Stammzellen können durch eine Blutspende oder eine Knochenmarkspende gewonnen werden.
Für die Hans-Viessmann-Schule und auch die DKMS war der Tag der offenen Tür ein voller Erfolg. Die Typisierungsaktion wurde vor allem durch die großzügige, der Schule zur Verfügung gestellte Spende über 4.444,44 Euro von Herrn Peter Neuschäfer von der Rats-Schänke in Frankenberg ermöglicht. So konnten 93 neue Stammzellenspender registriert werden. Des Weiteren wurden auch241,54 Euro Spendengelder während des Aktionstages gesammelt.Somit sind die Kosten von 4.650 Euro für die labortechnische Untersuchung der 93 Speichelproben gedeckt, denn jede Untersuchung kostet 50 Euro. Berücksichtigt man, dass aus allen registrierten Spendern nur 1% tatsächlich als Spender infrage kommt, so konnte die Hans-Viessmann-Schule mit ihrer Aktion am Tag der offenen Tür einem kranken Menschen Hoffnung auf Heilung schenken!